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Neue Richtlinien für die Zugänglichkeit zu Websites verabschiedet

Die Web Accessibility Initiative (WAI) im World Wide Web Consortium (W3C) hat die Version 2.0 der Richtlinien für die Zugänglichkeit zu Webseiten verabschiedet. 1999 wurden die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) erstmals in Version 1 als W3C-Empfehlung verabschiedet und wurden bereits damals von ExpertInnen als veraltet angesehen, da sie nicht auf aktuelle Tendenzen und technische Entwicklungen im Webdesign eingingen.

Trotzdem gingen die Richtlinien weltweit in viele Gesetze ein, so auch in Deutschland in die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV), an der sich u.a. die Bundesbehörden orientieren müssen.

Die Version zwei der Richtlinie abstrahiert nun stärker von den HTML-Grundlagen und sieht nun auch den Einsatz von JavaScript oder Flash vor ( Überblick ) Anstatt der bisherigen starren Prüfsiegel (“A”, “AA” und “AAA”) stellen die WCAG 2 Muss- und Soll-Forderungen an eine barrierefreie Website auf. Dabei sollen sich die DesignerInnen an den vier Prinzipien “Perceivable, Operable, Understandable, Robust” orientieren (wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust), die in zwölf Richtlinien näher beschrieben sind und konkret überpürfbar sind.

Die Entstehung der neuen Richtlinie hat sich neuneinhalb Jahre hingezogen, da sich an der Diskussion zur praktischen Durchführbarkeit heftige Auseinandersetzungen entzündet hatten. Die Richtlinie ist keine internationale Norm, sondern nur eine freundliche Empfehlung ohne bindenden Charakter.